Eine Schule für alle....

Inklusion im Bildungswesen ist zwar seit der Ratifizierung der UN-Konvention verbindliche Pflichtaufgabe für alle Verantwortlichen in der Bundesrepublik - aber das bedeutet offensichtlich noch lange nicht, dass sich wirklich etwas tut...

Die öffentliche Diskussion muss dringend vorangebracht werden und Aktionspläne zur Umsetzung der Inklusion im Bildungswesen müssen her...

Dabei soll dieser Blog einen Beitrag leisten...

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Allendorfer Appell

Inklusion braucht Qualität!

27. November 2010
Wir, die UnterzeichnerInnen dieses Appells, arbeiten als Lehrkräfte oder Pädagogisches Personal an Hessischen Schulen.
Die Zukunft der sonderpädagogischen Förderung in Hessen macht uns große Sorge.
So ist z.B. bekannt geworden, dass das Hessische Kultusministerium die derzeit geltende Schüler-Höchstgrenze für Klassen mit Gemeinsamen Unterricht abschaffen will. Auch die weiteren Absichten des Hessischen Kultusministeriums, wie sie u.a. im vorliegenden Gesetzentwurf zum neuen Hessischen Schulgesetz zum Ausdruck kommen, werden – einmal umgesetzt – Chaos in die Schulen bringen.
Wenn es nach den Plänen des Kultusministeriums geht, werden SchülerInnen, SchulleiterInnen und Lehrkräfte überfordert. Innerhalb kurzer Zeit wird es zu einer bisher nicht dagewesenen Abwehrhaltung gegenüber Kindern mit Behinderungen kommen. Die Idee der Inklusion wird dadurch ebenso fahrlässig wie nachhaltig diskreditiert.
Wir wollen uns nicht an der Umsetzung eines Konzepts beteiligen, welches das Inklusionsgebot nur dem Schein nach erfüllt.
Wir halten dem entgegen:
Inklusion bekommt man nicht kostenneutral oder gar mit einem Sparkonzept!
Inklusion braucht Sachverstand – Inklusion braucht Qualität!

 

Appell

Wir appellieren daher,


- an das Hessische Kultusministerium, den vorliegenden Schulgesetzentwurf zurückzuziehen, alle Vorhaben zu unterlassen, die darauf hinaus laufen, die Inklusionsverpflichtung mit Einsparplänen zu verknüpfen und sich endlich ernsthaft mit einer sachgerechten Umsetzung des Inklusionsgebots ohne Ressourcenvorbehalt zu beschäftigen. Hilfreiche Fachliteratur und -leute gibt es genug.


- an den Hessischen Landtag, die Landesregierung zu kontrollieren, wie es seine Aufgabe ist.


- an das Deutsche Institut für Menschenrechte, die Situation in Hessen genau zu beobachten und in seinen Berichten an den UN-Fachausschuss besonders zu berücksichtigen.

- an die Eltern behinderter und nichtbehinderter Kinder, sich nicht auseinander dividieren zu lassen, sondern selbstbewusst für die nötigen Bedingungen an den Schulen einzutreten.


- an die Kolleginnen und Kollegen, Überforderungssituationen nicht hinzunehmen, sondern diese öffentlich zu machen und deutlich Abhilfe zu fordern.


Bad Sooden-Allendorf , 27.11.2010


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